16. Mai 2018

Sam Millar: Die Bestien von Belfast

Ein Fall für Karl Kane, Bd. 1
Nichts für schwache Nerven

Der Irish Herald meint:
"Leser mit hohem Blutdruck sollten um dieses Buch einen großen Bogen machen."

Und man braucht wirklich schon von der ersten Seite an gute Nerven, um das erste Kapitel durchzuhalten.
Drei Tatorte, drei Verbrechen, brutale Verbrechen. Und ich habe das Gefühl, Sam Millar hat sich beim Schreiben seines Buches die Hände gerieben und sich genüsslich vorgestellt, wie seine Leser eine Schnappatmung nach der anderen bekommen. Zumindest ging es mir so.

Im Prolog sind wir in den 1970er Jahren. Irgendwo im üppigen Gras liegt eine junge Frau. Man hatte ihr Drogen und Alkohol eingeflößt, sie mit mehreren Männern brutal vergewaltigt und misshandelt. Ein Bein ist gebrochen. Sie überlebt das Ganze nur, weil die Kerle denken, dass sie tot sei. Doch als diese weg waren, wurden wilde Hunde von dem Blut angezogen.


Dann lernen wir Karl Kane kennen und erwischen ihn gerade dabei, wie er seinen Hintern behandelt. Hämorrhoiden. Hoffentlich nur dies und nichts Schlimmeres. Seine Sekretärin Naomi besorgt ihm einen Arzttermin und sorgt auch dafür, dass er ihn wahrnimmt. Sie haben also nicht nur ein sexuelles Verhältnis. Sie scheint ihn wirklich zu mögen.

Nun ein Sprung in Mitte der 60er Jahre. Hier ist ein kleiner Junge das Opfer.

Und es folgen weitere Verbrechen. Bei einigen ist die Täterin eine Frau. Da überlege ich doch, ob das die Frau aus dem Prolog ist. Aber wie sollte sie das überlebt haben?

Mit der Polizei hat Kane ein leidlich gutes Verhältnis, als Detektiv ist das von Vorteil. Und der Gerichtsmediziner Tom Hicks ist ein Freund aus Schultagen. Kane hat ihn damals vor Schlägertypen gerettet. Auch das hilft ihm bei seinem Job.

Ob es noch mehr Tote gibt und ob sich mein Verdacht mit der Täterin bestätigt, das lest selbst.
Doch Vorsicht: Dieser Krimi ist nichts für schwache Nerven. Aber wem er gefällt, kann noch Teil zwei (Die satten Toten) und drei (Die kalte Kralle) lesen.

Ja, ich lese auch Krimis, und das mit Begeisterung. Allerdings war mir dieser dann doch zu brutal, sodass ich den Dreiteiler verschenkt habe.

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