14. Mai 2018

Petra Gust-Kazakos: Gefahren des Lesens

Schon bevor das Buch richtig losgeht, finde ich mein Lebensmotto:

Sobald ich ein wenig Geld bekomme, kaufe ich Bücher; und wenn noch was übrig bleibt, kaufe ich Essen und Kleidung.

                                        Erasmus von Rotterdam

Ob das nun klug oder dumm ist, ich kann nicht anders. Und wenn ich sehe, wer das Zitat mal von sich gegeben hat, bin ich doch gar nicht in so schlechter Gesellschaft.

Einige interessante Themen über das Lesen und Bücher hat Petra Gust-Kazakos hier zusammengetragen.
Für mich besonders spannend das Kapitel "Selbstbild, Fremdbild, Legendenbildung", in dem es um Biografien/Autobiografien geht und ich ihr doch tatsächlich auf den Leim gegangen bin.

Bisher dachte ich ja, dass ich ein ganz normaler Mensch - Lesemensch - bin. Aber wie ich nun im Kapitel "Wenn Leser zu sehr lieben: Fakten, Zahlen, Blüten" gelesen habe, gehöre ich zu einem ",harten Kern' der Viel-Leser von mehr als 50 Büchern pro Jahr", der tatsächlich zur Minderheit in unserem Lande zählt.

Des Weiteren erfahren wir unter anderem noch über die medizinische Wirkung der Bücher auf uns, schreibt die Autorin über Blogger, Schreibratgeber, Übersetzungen und Zensur.

Gefahren des Lesens, will man so ein Buch überhaupt lesen? Und was soll am Lesen schon gefährlich sein? Petra Gust-Kazakos hat jahrelang recherchiert und dann niedergeschrieben, worin diese Gefahren liegen können. Und dies nicht nur für uns Leser, nein, auch für Autoren oder in der Übersetzung von Büchern, ihrer Bearbeitung oder gar Zensur.

Ich habe dieses Buch über Bücher mit sehr viel Interesse gelesen und für mich festgestellt, dass ich mich lesend gerne in Gefahr begebe.
Euch lege ich das Buch ans Herz und wünsche euch viel Spaß, wenn ihr euch lesend in Gefahr begebt oder zumindest viel Spaß und gute Unterhaltung beim Lesen.

Kommentare:

  1. Liebe Anne

    50 Bücher ist gar nichts, verglichen was andere Blogger so lesen. Über 8 Bücher im Monat komme ich selten. Bei den Bloggern bin ich Wenig-Leserin. Ansonsten überall die Viel-Leserin. Schein ein interessantes Buch zu sein.

    Liebe Grüße,
    Gisela

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    1. Ich weiß, liebe Gisela, in der geballten Masse der Leseratten klingt das wenig. Ich habe ja in guten Jahren, bevor ich mit der Handarbeit anfing, 80 bis 100 Bücher gelesen. Und dachte schon, das wäre viel. Bis ich dann mal beim Buechertreff die Monatsauflistungen gesehen habe. Da ging mir echt die Kinnlade.
      Ich wäre schon mal froh, mal wieder einen Acht-Bücher-Monat zu haben. Ich lass mich einfach zu viel ablenken.
      Aber das Buch ist wirklich interessant. Gerade durch diese Fakten und natürlich durch die Querverweise auf andere Bücher über Bücher.

      Liebe Grüße, Anne

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    2. Wir genießen unsere Bücher, gelle.

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  2. Liebe Anne,

    auf die Rezi habe ich mich schon gefreut und mir das Buch gleich mal notiert. Leider ist es echt teuer, für 200 Seiten. Mal sehen, ob ich es über die Fernleihe bestelle kann. (Eigentlich bestellen die da nur Sachbücher über 20€).
    Ich habe ein ähnliches: Büchergrüfte - Warum Büchersammeln morbide ist und Lesen gefährlich von E. Steinhauer. :) Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, es zu lesen. Aber ich habe damals gehört, dass der Duft, den wir so lieben, vom verroteten Papier (oder Tinte?) kommt. :D

    Danke auch für den Link. Da werd ich mal stöbern gehen.

    Ich habe mir heute früh schon ein anderen "Bücherbuch" auf die WuLi gesetzt. Ich weiß, Du liest nicht gerne Jugendbücher, aber ich lass Dir den Link trotzdem mal da, denn der Autor ist echt toll. Er schreibt fast nur über Bücher und die zwei, die ich gelesen habe, haben mir sehr gefallen: https://meine-welt-voller-welten.blogspot.de/2018/04/r-wortwachter-von-akram-el-bahay.html?showComment=1526805050554#c689572307470161812

    Liebe Grüße und einen erholsamen Sonntag.
    Petrissa
    (PS: Bleibst Du mir (uns) denn nun erhalten? *dich mit so großen, bittenden Augen anguck, dass niemand Nein sagen kann, der ein bisschen Herz in der Burst hat* :-*

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