11. März 2018

Was so im Regal schlummert

Einen wunderschönen Sonntag wünsche ich Euch. Heute möchte ich Euch ein paar Bücher zeigen, die ich zu DDR-Zeiten gelesen habe bzw. die ich mir im Nachhinein gekauft habe, weil ich sie noch oder noch einmal lesen möchte.

Als ich mein erstes eigenes Geld verdiente, war ich gerade Mutter geworden, alleinerziehende Mutter. Ich habe Vollzeit gearbeitet, der Sohn war in Krippe und Kindergarten. Aber Bücher konnte ich mir von meinem Gehalt nicht leisten. Und die Bibliothek war, wenn ich Feierabend hatte, geschlossen. Und selbst wenn, hätte ich gar keine Zeit dafür gehabt.

Von daher genieße ich jetzt so richtig mein Leseleben.



Die beiden linken Bücher sind von Ruth Kraft: Insel ohne Leuchtfeuer und Menschen im Gegenwind. Ersteres ist die Geschichte einer jungen Frau mit jüdischen Vorfahren, die auf der Insel Peenemünde, wo die Raketenforschung V1+2 stattfand, eine Assistenzstellung erhielt. Zum Ende des Buches gerät sie mitten in das Dresdner Inferno. Im Nachfolgeband geht es dann um die Nachkriegszeit, wo Wissenschaftler aus den USA oder der damaligen UdSSR zurückkamen nach Ost- oder Westberlin.

DIE - Delikte, Indizien, Ermittlungen war eine DDR-Krimireihe. Über 30 Jahre erschienen sie im Taschenbuch-Format im Verlag Das Neue Berlin, der nach der Wende durch die Eulenspiegel Verlagsgruppe übernommen wurde. Es handelte sich um Neuerscheinungen, Wiederveröffentlichungen und Übersetzungen zeitgenössischer Schriftsteller sowohl aus der DDR als auch aus den sozialistischen, osteuropäischen Ländern und aus dem westlichen Ausland.

Rechts sind zwei Originale aus DDR-Zeiten, in der Mitte sind zwei Ausgaben, die der Weltbild-Verlag als Edition herausgebracht hat.

Herbert Otto war Verfasser von Romanen, Reiseberichten und Essays. Helmut Sakowski war wohl einer der bekanntesten DDR-Schriftsteller. Fast jedes Buch von ihm wurde auch verfilmt, ich denke da nur an Daniel Druskat, Wege übers Land oder Verflucht und geliebt. Käuzchenkuhle von Horst Bastian ist mir besonders in Erinnerung, da das Buch mit Manfred Krug verfilmt wurde.
Das zweite Buch von rechts entstammt einer Reihe von Jugendbüchern des Verlag Neues Leben Berlin. Von der Aufmachung her sahen die alle so aus und ich habe sie damals, sofern ich sie bekam, verschlungen.
Ede und Unku von Alex Wedding zählt wohl zu den absoluten Kultbüchern der DDR. Es handelt von der Freundschaft zwischen dem Berliner Jungen Ede und dem Zigeunermädchen Unku in einer Zeit, die sich kein vernünftig denkender Mensch wiederwünscht.

Natürlich fehlen hier noch jede Menge bekannter DDR-Bücher, einige verstecken sich noch in den Regalen. So nach und nach tauchen sie sicher im Blog auf.



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