21. August 2017

Ann O'Loughlin: Das Café in Roscarbury Hall


Die Eltern von Ella und Roberta kamen bei einem Autounfall ums Leben. Der Vater, Rechtsanwalt von Beruf, hat sein Geld in das Anwesen Roscarbury Hall gesteckt und bei Pferdewetten verloren. So hat er nicht für die Töchter vorgesorgt.
Die Schwestern versuchten alles, um Geld reinzubekommen. Schlussendlich mussten sie einen Kredit aufnehmen, den die Bank nun einfordert. Aus lauter Verzweiflung hat Ella ein kleines Café eröffnet. Ob es den Namen wirklich verdient, muss sich erst noch zeigen, denn bisher handelt es sich dabei nur um vier kleine Tische im Wohnhaus.


Eines Tages schneit die Amerikanerin Debbie herein, die sich auch gleich als Aushilfe anbietet.

In der Folge erfährt man, dass Debbie als Kind adoptiert wurde, sie jetzt Krebs hat und wohl nicht mehr lange zu leben hat und hier in Irland auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter ist. Doch ihr bleiben nur noch zwei Wochen Zeit, dann müsste sie wieder nach Amerika, ihre finanziellen Angelegenheiten klären und sich in ein Hospiz begeben.

Zwischendurch gibt es immer einen Sprung nach Amerika, ins Jahr 1968. Debbie erinnert sich hier an ihre Kindheit, an die Adoptiveltern. Debbie hat ihre Mutter sehr geliebt, obwohl diese meistens mehr als ungeduldig mit ihr war. Der Vater versuchte immer zwischen den beiden zu vermitteln. Bis die Mutter eines Tages verschwand, und Debbie mit dem Vater allein zurückließ.

Auch Ella hat mit der Vergangenheit zu kämpfen. Sie hat Mann und Tochter sehr früh verloren und es gibt immer wieder Situationen, wo sie sich erinnert. Daran, dass Ella heute so leidet, ist Schwester Roberta auch beteiligt.

Ob sich das alles für alle positiv auflöst? Wird Debbie noch erfahren, wer ihre Mutter war und werden die beiden Schwestern sich noch aussöhnen? Lest selbst.

Mir hat das Buch gut gefallen. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, keine bleibt mir fremd. Es war schön, mich lesend wieder mal in Irland aufgehalten zu haben. Das lag sicherlich auch mit daran, dass es eine irische Autorin ist, die diese irische Geschichte geschrieben hat. Ann O'Loughlin war fast drei Jahrzehnte als Journalistin tätig und hat während der Unruhen in Irland als Sicherheitskorrespondentin gearbeitet.

Kommentare:

  1. Liebe Anne,

    das klingt nach einer schön-schweren Geschichte! Nach deiner Buchvorstellung interessiert es mich jetzt tatsächlich, wie die Zusammenhänge sind, was die Hintergründe und ob sich alles (gut) auflöst. Das Buch behalte ich mal im Hinterkopf, da ich Bücher, die in Irland spielen, auch total mag.

    GlG und einen guten Start in die Woche, wünscht dir
    das Monerl

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    1. Liebe Monerl,
      das Cover lässt zwar eine leichte Lektüre erwarten, aber die Geschichte enthält auch eine ernsthafte Thematik. Es lohnt sich also.
      Liebe Grüße, Anne

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  2. Ja, das stimmt. Das Cover wirkt so alltäglich. Die Geschichte aber finde ich interessant.

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    1. Ich habe jetzt schon öfter gelesen, dass sich hinter diesen sommerleichten Covern eine ernsthafte Geschichte verbirgt. Da lohnt sich dann doch mal ein Blick hinein.

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    2. Das wär auch ein Buch für mich... ich reise doch schon seit 40 Jahren ab und an immer wieder auf die *Grüne Insel...Danke für den Tip!
      Angela

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    3. Dann mal viel Vergnügen damit. Ich bin kein Reisetyp, aber lesetechnisch bin ich gerne in Irland. Viel Spaß schon mal für die nächste Reise.

      Liebe Grüße, Anne

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